Recherche im Internet in Schule, Hochschule & Erwachsenenbildung

Dieser Blogpost versteht sich gleichzeitig als Webquest (Infos zum Thema). Eigene Fundstücke gerne als Kommentar!

Ausgangspunkte

  • Wo sammle ich selbst Fundstücke (z. B. Lesezeichen) und
    • Wo lassen sich Fundstücke (Links, Pdf, Textdokumente, Bilder, Namen von ExpertInnen…) für eine Gruppe, zu der ich gehöre, für die Schule online und offline sammeln? (Empfehlungen Online-Tools: Pinterest, Padlet, Edutags)
    • Mit welchen Überschriften, Kategorien, Schlagworten… wird dabei gearbeitet?
  • Wie kann ich den Wahrheitsgehalt von Informationen überprüfen bzw. unterschiedliche Sichtweisen zu einem Thema finden? (Siehe dazu diese Sammlung an Beiträgen rund um „fake news“, „Filterblase“ und „postnormal“)
  • Wie können diese Fundstücke mit Erfahrungen aus der eigenen Praxis ergänzt werden?
  • Wo und wie werden diese Informationen eingesetzt?
  • Wo und wie werde ich selber zum/zur Informations-ProduzentIn?
    • Ausgangspunkt ist auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema Creative Commons für einen guten Umgang mit Fundstücken (Basisinfos siehe z. B. hier)

1. Schritt:

Sich selber die Frage stellen, welche Informationen für mich / uns wo und wie zur Verfügung stehenDazu gehört auch, analoge Quellen strukturiert zu nutzen ausgehend von folgenden Fragen wie:

  • Welche Informationen stehen in eigenen Archiven zur Verfügung (privat & Arbeitsstelle)
  • Wie sind umliegende Bibliotheken ausgestattet
  • Welche Informationen finden sich in Archiven der Gemeinde, des Ortes, des Stadtteils, der Region
  • Welche Institutionen haben in der Nähe ein Büro und bieten welche Informationen (z.B. in der Bibliothek, in div. Medien bzw. regelmäßigen Aussendungen) oder Angebote
  • Welche „ExpertInnen“ (mit welchen Schwerpunkten?) arbeiten dort, arbeiten oder leben in der Umgebung
  • Von diesen: Adresse, Telefon-/Faxnummer, Internet-Adresse, e-mail, Öffnungszeiten, Erreichbarkeit (örtlich und/oder zeitlich)
  • Welche Medien erscheinen wie oft vor Ort, in der Region
  • Welche Veranstaltungen werden angeboten (Seminare, Kurse, Messen, Fachtagungen usw.)

2. Schritt:

  • Fragen formulieren, auf die nach Antworten gesucht wird
  • Parallel / danach: Stichworte festhalten um Suchanfragen dann gezielter durchzuführen

Empfehlenswert zu diesem Schritt: Gemeinsames Besprechen einiger gefundener Fragen und Stichworte, darauf aufbauend: Arbeiten in Tandems / Triaden: Sind diese Fragen spezifisch genug? Welche Stichworte fallen uns noch ein?

3. Schritt:

  • Sich selbst ein Zeitlimit setzen
  • Verschiedene Kombination der Stichworte für eine allgemeine Suche einsetzen

…entweder es ergeben sich hier schon konkrete Ergebnisse oder gefunden werden z. B. Datenbanken, Archive, WebSiten von Institutionen, Literaturverzeichnisse usw.

  • Innerhalb dieser wieder mit den Stichworten suchen
  • Fragen direkt an gefundene Personen richten
  • Mit Namen von gefundenen Personen oder Überschriften oder Stichworten neue Suchanfragen austesten

Es ist also ein Wechsel zwischen sehr „weit gefasster“ Suche und dann z. B. Suche innerhalb eines spezifischen Dokuments. Sinnvoll ist sich selbst Notizen über die Sucherfahrungen zu machen und diese mit KollegInnen zu teilen bzw. gemeinsam weiter zu entwickeln.

Im Rahmen des 3.Schritts: Ergebnisse auch ausdrucken, auseinanderschneiden, neu zusammenfügen, mit Farben ergänzen, in Teamräumen verfügbar machen. Diese Ergebnisse wieder digitalisieren.

Im Zuge der Schritte kann sich auch eine Sammlung „besonders beliebter Online-Fundstellen“ ergeben.

Einige Missverständnisse zum „digitalen Lernen“

Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch an Vollständigkeit und wie immer lade ich zu Kommentaren & Ergänzungen ein! Unmittelbarer Anlass des Entstehens war der zweite Teil einer Keynote beim E-Learning-Tag des FH Joanneum im September 2016. Nun zu den Missverstädnissen:

„Lernen bedeutet Zuhören“ (vielleicht auch noch Zusehen)

Ja auch. Und möglichst intensiven Dialog. Gemeinsames Arbeiten an Aufgaben und Fragestellungen, die nicht nur von Lehrpersonen eingebracht werden. Forschendes, neugieriges Experimentieren.  Selbstständiges Arbeiten alleine und in Kleingruppen, das von Lehrenden initiiert, begleitet, unterstützt wird, in das die Expertise des/der Lehrenden und gleichzeitig jene der Lernenden einfließen.

 

„Digital ersetzt analog“

Es geht immer um ein „Und“, nicht um ein „Oder“. Natürlich gibt es Lernimpulse, die zunächst ausschließlich mit digitalen Mitteln angeboten werden (z. B. Podcasts, Lernvideos, MOOCs usw). Diese sind im Idealfall ein Teil eines möglichst vielfältigen Mix an Materialien (also auch Bücher usw. zum Durchblättern), Methoden und Herangehensweisen (also natürlich auch ‚Hands on‘, Exkursionen, Interviews, Be-Handlung im umfassenden Sinn…).

 

„Digital lenkt ab“

Das „kann“ auch jede Variante von analog, angefangen beim heißbeliebten ‚in die Luft schauen‘. Wenn also Lernende ihr Smartphone zücken kann das ganz Unterschiedliches bedeuten. So kann es Teil eines gut geplanten und gemeinsam reflektierten Lernprozess sein, bei dem sich verschiedene Werkzeuge und Methoden abwechseln. Es kann Teil eines stark von selbstständigen Tun geprägten Recherche- und Forchungsprozess sein. Und es kann eine Ausdruck von Langeweile sein, wo es aber nicht nur Aufgabe von Lehrenden sondern aller Anwesenden ist, Mitmachen im umfassenden Sinn wieder zu initialisieren.

 

„Digital macht süchtig“

Es gibt zweifelslos Menschen, die ihr soziales Leben, ihre gesamte Existenz durch einen exzessiven Gebrauch „des Internet“ gefährden – wobei zu differenzieren ist, ob es hier um Kaufen, Ansehen, Spielen oder eine Kombination aus allem geht. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Und auch ein Buch kann, ‚in den Bann ziehen‘, den Alltag vergessen lassen. Exzessives Lesen kann Symptom eines sozialen Rückzugs sein. Über das Suchtpotential von Medien wird jedenfalls schon seit Erfindung der Schrift diskutiert.

 

„Kein unmittelbarer Kontakt mit Lernenden möglich“

Frage. In einem physischen Raum mit mehr als 10 Menschen: Wie kann eine Lehrperson über einen längeren Zeitraum feststellen, ob immer alle ‚bei der Sache sind‘, alles verstanden haben, Aufgaben wie geplant umsetzen? Wesentlich sind also Einzel- und Kleingruppenphasen, die eine aktive Beteiligung fördern sowie der mit unterschiedlichsten Herangehensweisen geförderte Dialog, der nicht nur von der Lehrperson ausgeht. Auch darum brauchen ebenso E-Learning Räume eine wohl überlegte Architektur inkl. analoge Verwebungen.

 

„Digitales Lernen ist aufwendig“ (und störanfällig)

Keine Frage: Das Erstellen von digitalen Medien, das Verknüpfen mit Lernaufgaben, der digitale Dialog mit Studierenden braucht Zeit. Dies gilt genauso für analoge(s) Medien und Vorgehen! Ja, technische Störungen können nervig sein und Prozesse stören. Genauso können auch bei analogen Vorgangweisen Probleme auftauchen und es braucht immer einen Plan B bzw. die Bereitschaft diesen gemeinsam mit Lernenden zu entwickeln und umzusetzen.

Und, ja, für alle Beteiligten ist digital literacy a) ein wichtiges Thema b) entsteht nicht von selbst c) braucht ein gemeinsames Tun & Reflektieren!

Ausgangspunkt Medienbiographie

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Medien begleiten unseren Lebensweg, jeder Mensch hat seine eigene, unverwechselbare Medienbiographie, seine Geschichte des Umgangs mit Medien. Sie trägt zum persönlichen Wissensstand bei, ist mitentscheidend für bestimmte Einstellungen und Entscheidungen. Die Reflexion der Medienbiographie ist ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der eigenen digital literacy.

Zur Biografie gehören ebenso der aktuelle Zeitraum sowie Zukunftsszenarien. Als Werkzeuge können dabei Tools wie „dipity“ (http://www.dipity.com/) oder „Timeline“ (http://timeline.thinkport.org/) zum Einsatz kommen, um einen Zeitstrahl zu visualisieren (siehe auch diesen Blogbeitrag http://www.improflair.at/blendedflippedteaching/arbeiten-mit-zeitleiste-zeitstrahl/).

Mögliche Impulsfragen zur Reflexion der eigenen Medienbiographie sind:

  • Welche Medien habe ich wann das erste Mal bewusst genutzt?
  • Welche Medien waren „verboten“?
  • Welche Medien / Medieninhalte waren Pflicht bei der Aus- / Weiterbildung?
  • In welchen Lebensphasen haben bestimmte Medien für mich eine besonders wichtige Rolle gespielt? Welche Entscheidungen und Einstellungen haben sie (mit)geprägt?
  • Mein(e) Lieblingsfilm, -buch-, autorIn, -musikstück, -komponistIn …
  • Wie nutze ich welche Medien momentan, also auch:
    • Wie leicht sind sie für mich zugänglich?
    • In welcher (auch zeitlichen) Intensität & Regelmäßigkeit?
    • Was mache ich während ich die Medien nutze (z. B. Frühstücken, Bügeln …)?
    • Welche Medien werden gleichzeitig genutzt?
    • Anhand eines Zeitraums wie z. B. eine Woche: Welche Inhalte sind bei mir „hängen geblieben“, haben mein Denken & Handeln mit bestimmt?
    • Nutze ich Medien, die gezielt vielfältige Informationsquellen nutzen (vor Ort, Sicht der „Betroffenen“, Vergleich verschiedener Statistiken, „alternative“ Nachrichtendienste (z. B. Inter Press Service www.ipseuropa.org)?
    • Vergleiche ich die Berichterstattung verschiedener Medien
    • Versuche ich Informationen durch Nutzung anderer Quellen und Bildungsangebote sowie durch Alltagserlebnisse und –begegnungen zu verifizieren / zu ergänzen?
  • Wie wird mein Medienkonsum durch FreundInnen, LebensgefährtIn, ev. Kinder usw. kommentiert? Hier kann ein Vergleich mit der Situation in der Herkunftsfamilie sehr spannend sein.
  • Wie nutzen Menschen in meinem unmittelbaren Umfeld Medien?
  • Bei gemeinsamen Medienkonsum: Wer wählt aus?
  • Ist kritische / partizipative Mediennutzung ein Thema in meinem sozialen Lebensumfeld?
    • Beschäftige ich mich mit Produktionsbedingungen von Medien bzw. Grundlagen der Wirkungsforschung?
    • Welche Medien oder Medieninhalte produziere ich selbst (z.B. Blog im Internet)

 

Literatur zum Thema Medienbiographie

Biermann, Ralf (2014): Medienbiografie. In: Tillmann, Angela/Fleischer, Sandra/Hugger, Kai-Uwe: Kinder und Medien. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 125-136

Biermann, Ralf/Kommer, Sven (2004): Medienbiografien mit Kompetenzgewinn – Videomaterial in der Forschung. In: PH FR Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Freiburg 2004/2 + 2005/1. S. 20-21.

Hoffmann, Bernward (2011): Medien und Biografie: „Sie sind ein Stück von Deinem Leben“, in: Hölzle, Christina/Jansen, Irma (Hg.): Ressourcenorientierte Biografiearbeit. Grundlagen − Zielgruppen − Kreative Methoden, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 273−278.

Kommer, Sven/Biermann, Ralf (2007): Zwischen Erinnerung und Inszenierung – Medienbiografien medial. In: Freiburger FrauenStudien „Erinnern und Geschlecht, Band II“, Band 20/07, S. 195-220.

Nosko, Christian; Kunnert-Wernhart, Veronika (2012). „In der Schule haben wir manchmal Filme gesehen“. Medienbiografie in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften. In: merz medien + erziehung, 3/2012, München, S. 56-62.

Pöyskö, Anu (2009): Medienbiographie – ein Leben voller Medien, in: Magazin erwachsenenbildung.at, Ausgabe 6, 2009, online unter: http://www.wienxtra.at/fileadmin/daten/OeA/PDF/pdfs_2009/poeyskoe_medienbio.pdf

 

Medienbiographie – WebSite der KPH Wien/Krems mit Impulsen zur eigenen Mediengeschichte in Bezug auf Fernsehen, Printmedien, Computerspiele, Kommunikation, Musik sowie mit Podcasts mit erzählten Medienbiographien http://pro.kphvie.ac.at/medienbiografie/einleitung/

Social Media in der (Hoch)Schule

Einige kommentierte Links:

Allgemein

Twitter

Facbook

Spiele und Onlinestories zum Thema Flucht

Zwei Vorbemerkungen: In der Diskussion um den Einsatz neuer Medien Schule oder Hochschule wird dies manchmal als eigene „Methode“ analysiert. In diesem Blogbeitrag gehe ich davon aus, dass es darum geht, ausgehend von einer umfassenden Planung, Werkzeuge / Materialien – egal ob Buch, Bleistift, Smartphone oder Online-Game – bewusst auszuwählen, einzusetzen und dies gemeinsam mit Lernenden zu reflektieren. Im Vorfeld des e-Learning Tag des Joanneum 2015 sowie des „Tag der Lehre“ der FH St. Pölten 2015 stelle ich einige Online-Spiele vor sowie multimediale Arten des storytelling, die die Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht unterstützen.

Die zweite Vorbemerkung – warum ausgerechnet dieses Thema? Einerseits ist es so alt wie die Menschheitsgeschichte, ich denke nur an die biblischen Israelis, denen keine Wahl blieb als alles zurückzulassen und die vor den Ägyptern zu flohen. Flucht ist auch ein Thema meiner Familie, meiner Großeltern, die voller Hoffnungen, Begeisterung und Überzeugung nach Moskau gingen und von dort später wieder gehen mussten, weil eben Ausländer, noch dazu mit jüdischen Wurzeln vor der schnell überhand nehmenden kommunistischen Paranoia nicht mehr sicher waren. Zurück nach Wien, wo sie mit dem letzten Zug vor den deutschen Truppen flohen nach Paris und weiter als diese auch zu dieser Stadt nachrückten. Dann die Zeit wo mein Großvater als „Ausländer“ in einem Internierungslager festgehalten wurde und erst im letzten Moment freigelassen wurde, damit meine Familie das Schiff in die USA erreichen konnte… Und dann noch die letzte Wendung, als in den USA der kalte Krieg sich in die Verfolgung von allem und jeden niederschlug, die „kommunistisch“ schienen und meine Familie nach Österreich zurückkehrte, obwohl sie inzwischen Wurzeln geschlagen hatte.

Andererseits ist Flucht gerade mit dem Konflikt in Syrien ein wieder neu aktuelles Thema, besonders die Art und Weise, wie Menschen auf der Flucht in und rund um Traiskirchen behandelt werden. Es ist einmal mehr unübersehrbar geworden, etwa auch mit Großzelten mitten in Linz.

Herzlich willkommen sind als Kommentar Hinweise auf andere Online-Spiele bzw. multimediale Online-Materialien, die das Lernen zum Thema unterstützen bzw. die kritische Auseinandersetzung mit den vielen Vorurteile und verfälschten Fakten. Oder die dabei unterstützen, aus der Ohnmacht ins Handeln zu kommen…

Online-Strategie-Spiel der BBC

Hintergrund und eingebettetes Spiel http://blog.zeit.de/teilchen/2015/04/02/wie-sie-aus-syrien-fluechten-wuerden/

BBC Seite: http://www.bbc.com/news/world-middle-east-32057601

Kritische Analyse http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/BBC-wird-fuer-Onlinespiel-Syrian-Journey-kritisiert

Online Newsgame von Arte und Süddeutsche Zeitung

http://www.sueddeutsche.de/politik/online-newsgame-gehen-sie-ins-fluechtlingslager-1.2108665

Hintergrund dazu: http://reportagen.com/blog/2015/07/27/reporter-spielen-im-fl%C3%BCchtlingscamp

Online Spiel der UNHCR „Last Exit Flucht“

http://www.unhcr.de/service/unhcr-entdecken/lastexitflucht-onlinespiel.html?L=0%3D\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\%22%20and%207%3D16–%20a

oder http://www.playagainstallodds.ca/

Online Spiel

http://www.darfurisdying.com/

Hintergrundartikel von Amnesty International zu den oben genannten Spielen

https://www.amnesty.de/journal/2015/februar/spiel-der-realitaet

Online Spiel wo Spielende in die Rolle se Kontrolleurs einsteigen, der Papiere von Einreisenden prüft

http://www.gamesforchange.org/play/papers-please/

Onlinespiel: Es ist möglich die Rolle des Fahrers eines Auto zu übernehmen, das Flüchtlinge jagt oder jene des Flüchtlings

http://www.gamesforchange.org/play/the-migrant-trail/

UNHCR Online Quizspiel

http://www.unhcr.ch/fileadmin/unessi_online_quiz_ch/de/quiz.html

Online-Spiel für Kinder „auf der Flucht“

http://www.sternsinger.org/sternsingen/sternsingen-2014/onlinespiel-flucht.html

Update: gamestar.de hat auch zum Thema einen sehr gute Überblick zusammengestellt.

Und noch ein Link zum Downloadspiel frontiers

Online Story

http://www.ein-tag-im-fluechtlingslager.org/

Seeking Refuge / Zuflucht gesucht (Animationsfilme & ausführliche Unterrichtsmaterialien)

Weitere interaktive „Geschichten“ werden hier beschrieben http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/mit-den-augen-eines-fluechtlings-1.18593168

Links zu den Geschichten:

http://www.dadaabstories.org/ mitten im größten Flüchtlingslager

http://refugeerepublic.submarinechannel.com/ – mit interaktiven Elementen

http://www.der-zaun.net/

Update:

In diesem offenen / editierbaren Google Dok hab ich kostenlose Ressourcen gesammelt um Menschen auf der Flucht / AsylwerberInnen / Menschen die hier (zeitweise / ganz) bleiben beim Deutsch Lernen zu unterstützen. Bitte teilen & weitergeben & beitragen!

Arbeiten mit Zeitleiste / Zeitstrahl

Alles was sichtbar wird, wird veränderbar! So ein Satz, mit dem sich wesentliche Aussagen etwa von Augusto Boal zusammenfassen lassen, dem Empowerment und Selbstwirksamkeit wichtige Anliegen waren. Ich arbeite in der Lehre und in meinen Seminaren immer wieder mit der Methode des Zeitstrahls (aka Zeitleiste). Ich weiß, Wikipedia ist nur bedingt eine zitable Quelle, aber dieser Beitrag zum Thema ist sehr übersichtlich und gut recherchiert.

Hier eine Übersicht von Werkzeugen für die digitale Erstellung von Zeitstrahlen / Zeitleisten:

Einführung ins Thema & Vergleich von vier Tools: http://pb21.de/2011/03/lernen-mit-digitalem-zeitstrahl-teil-i/

ergänzend eine weitere Einführung ins Thema mit dem Vergleich von sieben Tools

tool ohne login, genial einfach: http://timeline.thinkport.org/ ebenso sehr intuitiv dieses Tool

tools mit login:

oder auch mit cacoo (https://cacoo.com/lang/de/ als mindmap oder flowchart)

oder mit prezi http://praxistipps.chip.de/prezi-lebenslauf-als-zeitstrahl-erstellen_27169

oder in Kombination mit geographischer Verortung http://www.myhistro.com/ sowie http://mapstory.org/ (ev. Als Option auch https://tourbuilder.withgoogle.com/ wobei es da eher um Stationen geht)

mit google drive & login

http://timemapper.okfnlabs.org/

sowie mit Bildern, PowerPoints und so: http://storymap.knightlab.com/

Mit Word (Vorlagen: http://office.microsoft.com/de-de/templates/zeitstrahl-TC001016265.aspx)

Mit Excel (http://office.microsoft.com/en-us/templates/timeline-TC001016266.aspx)

mit download-tool

http://eventualitaetswabe.de/?p=633

Die Visualisierung, der bewusste Ungang mit dem Phänomen Zeit sowie der Wahrnehmung eigener Einflussmöglichkeiten darauf kann auch sehr gut mit Methoden aus der Angewandten Improvisation unterstützt werden, dazu lohnt sich ein Blick auf ein im Aufbau befindliches Wiki zu meinem Projekt improflair (mehr).

Digitale Chancen im Kindergarten

„Digitale Chancen – Kindern im Umgang mit neuen Medien Partizipation und Kooperation ermöglichen“ – so der Titel eines Beitrags in der Fachzeitschrift „Unsere Kinder“ 1/15 (S. 4 ff.). Aus diesem Anlass gab es am 20.3. eine Live-Online-Session mit Expertinnen (Link zur Aufzeichnung).

Und jetzt die im Heft angekündigten Hintergründe, Links, Ergänzungen:

Aktuelle Zahlen (Statistik Austria, 2014) über die Ausstattung österreichischer Haushalte mit Internet.

…sucht – altbekannte Argumente zu „gefährlichen Medien“ in digitalen Gewand.

Studie aus dem Jahr 2013 von saferinternet.at: 41 Prozent der 3- bis 6-Jährigen regelmäßig im Internet

Studie „Medienverhalten Kinder“ (3 – 10 Jahre; aus dem Jahr 2014) der education group

Bundesländerübergreifender BildungsRahmenPlan für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich

Artikel „Spielend Lernen im Kindergarten – Neue Technologien im Einsatz“ aus l3t -Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (2014 aktualisiert)

Rund um das Thema Medienpädagogik

Fachbuch: Mit Medien bewusst umgehen – Förderung von Medienkompetenz im Kindergartenalter

Safer Internet im Kindergarten – Ein Handbuch für die Aus- und Weiterbildung von Kindergartenpädagog/innen

Smiley e. V. / Fachhochschule Hannover: Projektreader Konstruktiver Einsatz digitaler Medien in Kindertagesstätten

Medienkompetenz in Kindertageseinrichtungen: Beispiele zur aktiven Medienarbeit in Kindertageseinrichtungen in München

Medienzwerge – ein Projekt zu Medienpädagogik in der Früherziehung der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest

Medienkompetenz Kitas NRW – Ein Modellprojekt der Landesanstalt

für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)

(Ein Ausgangspunkt war dabei auch diese spannende Studie, die Zeigt, das Kitas mehr Unterstützung beim Thema Medienkompetenz benötigen)

Beispiele

Biber, das „Netzwerk frühkindliche Bildung“ sammelt Beispiele auch zum Einsatz digitaler Medien in Kitas (z. B. auch „Mein Heimatort“ aus Tirol)

Einsatz von Tablets und anderer digitalen Medien in einer Berliner Kita

Digitale Medien in der heilpädagogischen Früherziehung (Publikation des Schweizer Verband der FrüherzieherInnen)

Apps

Die Datenbank Apps für Kinder des Deutschen Jugendinstituts enthält auch solche für Kleinkinder

Das medialiteracy lab (AG Medienpädagogik, Institut für Erziehungswissenschaft der Uni Mainz) bewertet Apps für Kinder und bietet dazu eine Datenbank „Gute Apps für Kinder“ an weiters entwickelt wurde ein Kriterienkatalog zur Bewertung von Apps

klick-tipps.de (redaktiuonell betreut von jugendschutz.net) stellt regelmäßig Apps speziell für Kinder vor

Auf der WebSite schule-apps.de können auch Apps für den Kindergarten gefunden werden, in der Mehrzahl solche die für Apple-Geräte einsetzbar sind

Eine umfassende Liste (nach Einsatzfeldern sortierte) englischsprachiger Apps für den Kindergarten

Buchtipps

Ein Kinderbuch (4 – 7) mit bunten Bildern zum Thema Coden mehr Infos zu „Hello Ruby“ von Linda Liukas

Ein Bilderbuch über das Medium Buch: Das ist ein Buch von Lane Smith – dazu gibt es auch dieses Video

Weiterbildungen

PH Burgenland: https://www.ph-online.ac.at/ph-bgld/wbSuche.LVSuche?pSuchbegriff=Kindergartenp%C3%A4d&pTitelFlag=J&pStpLvTypNr=2&pSjNr=1664&pSortNr=4

Aktuell sind 2 Themenbereiche:

https://www.ph-online.ac.at/ph-bgld/wblv.wbShowLvDetail?pStpSpNr=127235&pSpracheNr=1&pMUISuche=FALSE

Portfolioarbeit in Kombination mit dem Kinderbuch: https://www.ph-online.ac.at/ph-bgld/wblv.wbShowLvDetail?pStpSpNr=127242&pSpracheNr=1&pMUISuche=FALSE

Virtuelle PH: http://www.virtuelle-ph.at/

Mathe? Ich? Oh ja! ImproImpulse im #mathemooc

In diesen Post werden die ImproImpulse für den MatheMooc14 reflektiert, die nun auch im MatheMooc15 zum Einsatz kommen, zunächst ein Rückblick wie alles begann, dann werden HIntergründe zu den Methoden vorgestellt.

Bekanntlich ist Improvisation eine meiner großen Leidenschaften. Noch genauer: Angewandte Improvisation, also der Einsatz sehr vielfältiger Methoden in Settings wie Beratung & Coaching, Unternehmensberatung, Teamtraining, Projekt- und Fehlermanagement, Design oder natürlich Lehre in allen Bildungsfeldern. Schon länger verfolge ich, was Christian Spannagel so im und außerhalb des Internet treibt und finde das sehr inspirierend. Ganz persönlich und direkt durfte ich seine Spontanität bei der Tagung der GMW#14 in Zürich erleben, wo auch dieses schöne Impro-Video entstand.

Unmittelbar vor dem Start des aktuellen Durchgangs (2014) des Mathe-MOOC (Link zum Kurs auf iversity / Link zum Blog zum Mathe-MOOC) habe ich Christian gefragt, wie es wäre dort „ImproImpulse“ einzubringen (dazu habe ich auch dieses wachsende und für Ergänzungen sehr dankbare Brainstorming in einem editierbaren google-Dok begonnen).

Die Welt der MOOCs erlebe ich schon lange als sehr spannendes Feld und schätze sie auch aufgrund der vielen, sehr unkomplizierten und direkten Kontakte die dort entstehen. Und weil dort eine Art von Lernen möglich ist, die sehr bereichernd ist: Ideen aufgreifen und einbringen, miteinander verknüpfen, einander Fragen stellen und beantworten oder auch gemeinsam neue Fragen stellen sowie nach verschiedenen Antwortvarianten danach suchen bzw. wie sich diese in verschiedensten Alltagswelten auswirken. Sehr oft entstehen also viele Ebenen, auf denen sehr intensiv kooperiert wird und gleichzeitig viel Spontanität stattfindet. Alles also Elemente, die für mich auch Angewandte Improvisation ausmachen. Wie deren Ansätze und Methoden Formen von Kooperationen von Lehrenden und Lernenden im Bereich der höheren Bildung fördern können wird bald Thema eines Doktoratsprojekt von mir sein, bei dem mich Christian begleitet. Hier dazu erste Ausblicke.

Ich erlebe es als sehr lustvoll mit den ImproImpulsen im Mathe-MOOC auch mein Mathetrauma aufzuarbeiten und schön, welche spannenden Reaktionen entstehen. An einigen „Ecken“ im Mathe-MOOC sind so tatsächlich auch intensivere Formen der Zusammenarbeit von Teilnehmenden entstanden. Als Beleg dazu sammle ich sowohl die Beschreibungen der Einheiten (inkl. Screenshot) sowie Reaktionen der Teilnehmenden auf die ImproImpulse in Googel-Doks. Dort sind auch Links zu den produzierten Kurz-Videos, die zusätzlich auf YouTube gestellt wurden – Kommentare zu diesen auch in Form als Antwort auf die Impulse im Video sind jederzeit auch außerhalb des Mathe-MOOC herzlich willkommen.

Weiterlesen

„Digital macht schlau“ braucht Rahmenbedingungen

In der Dezember-Ausgabe von GEO erschien der bemerkens- und lesenswerte Artikel „Digital macht schlau“ (Autor: Jürgen Schäfer, der übrigens auch das spannende Buch „Genie oder Spinner – sind wir offen für Neues geschrieben hat n-tv beitrag dazu, bild der wissenschaft Beitrag). Laut Facebookeintrag im Facebook-Auftritt von GEO löste dieser heftige Reaktionen, positive und negative aus.

Bemerkenswert ist die sehr positive Betrachtungsweise digialer Medien. Es wird zwar der scheinbar allgegenwärtige Manfred Spitzer (ein Wissenschafter, der ansonsten viel Spannendes, Konstruktives sagt) mit seinen ärgerlichen Aussagen zu den „Gefahren“ digitaler Medien zitiert und gleichzeitig auf Analysen hingewiesen, die gut belegte Kontrapunkte dazu setzen.

U. a. vorgestellt werden verschiedene und nachahmenswerte Beispiele, wie digitale Medien in der Schule zum Einsatz kommen können. Ebenso eingegangen wird auf die nötige digitale Kompetenz die Lernenden für den Gebrauch digitaler Medien und dort zu findender Inhalte brauchen. Ein wirklich inspirierender Artikel in jeder Hinsicht.

Was aus meiner Sicht zu kurz kommt sind die Rahmenbedingungen. So erschien Ende November im Spiegel ein Text zu einer internationalen Vergleichsstudie, die auf mangelhafte Computerkenntnisse u. a. auch in Deutschland hinweist (Link zu den Studienunterlagen). Und: Ich bin gerade in aktuellen Weiterbildungen vielen Lehrenden an Schulen oder Fachhochschulen und Universitäten begegnet, die zwar grundsätzliches Interesse haben eine möglichst große Bandbreite digitale Möglichkeiten in den Unterricht zu integrieren aber auf verschiedene hemmende Rahmenbedingungen hinweisen. Dazu einige Impulse / Anmerkungen:

  • Es sollte nicht um ein gegeneinander Ausspielen und ein ständiges Vergleichen gehen, welche Mittel nun „besser“ seien: Ziel kann nie der „völlige Ersatz“ analoger Unterrichtsmedien sein. Gefragt ist eine gut geplante, gründlich vorbereitete, partizipativ ausgelegte und immer wieder reflektierte Kombination verschiedenster Möglichkeiten und Vorgangsweisen.
  • Grundsätzlich gilt Folgendes auch für „rein analoge“ Ansätze: Lehrende können auf eine Ausbildung und viele Erfahrungswerte zurückgreifen; gleichzeitig wichtig ist eine kontinuierliche persönliche & fachliche Weiterentwicklung, die auch auf aktuelle gesellschaftliche Trends bedacht nimmt. Das ist kein Zufall bzw. darf nicht von Einzelinitiative abhängen, sondern muss von der öffentlichen Hand, Bildungsanbietern, von (Hoch)Schulträgern, von Leitungspersonen gezielt gefördert werden. Dazu braucht es ein umfassendes, gemeinsam entwickeltes, umgesetztes und evaluiertes Konzept.
  • Besonders der Einsatz digitaler Medien und Vorgangsweisen im Bildungsbereich braucht ein Konzept oder muss Teil der vorher erwähnten didaktischen Weiterentwicklung sein. Auf jeden Fall müssen dabei ebebso Lernende und im Feld Schule Eltern sowie ElternvertreterInnen einbezogen sein. Es ist sehr bedauerlich, dass gerade viele Schulen auf Handyverbote setzen, anstatt Konzepte zu entwickeln, wie das Handy vor Ort sinnvoll eingebunden und genutzt werden kann – dabei gibt es, wie auch der GEO-Artikel deutlich zeigt, viele sehr gute und teils schon länger laufende Beispiele, auf die aufgebaut werden kann.
  • Nutzung digitaler Medien ist nicht „in die Wege gelegt“, egal wann jemand geboren ist. Ebensowenig selbstverständlich, auch wenn sie grundsätzlich angelegt sind, sind Kompetenzen wie Selbstorganisation und Eigenständigkeit, die Fähigkeit zu selbstmotivierten Lernen und Forschen. Es braucht also Maßnahmen zur Weiterentwicklung der digitalen Kompetenz, zur bewussten Wahrnehmung und Gestaltung der persönlichen Lernumgebung sowie dialog- und lernendenorientierte Konzepte auf allen Ebenen. Lehrende und Lernende brauchen also individuell abgestimmte Unterstützung.

MOOCs aktiv in Unterricht & Lehre nutzen

Claudia Bremer, Monika E. König, David Röthler und ich waren heuer, wie schon berichtet, mit einem Workshop mit dem Titel dieses Blogbeitrags bei der edidaktik-Tagung 2014 der PH der Diözese Linz dabei (Überblick & Einreichung / ein Beitrag im fnm-Newsletter s 17- 19). Hier der Link der Aufzeichnung vom Live-Stream, Kommentare und ERgänzungen gerne hier oder via #eldf14 willkommen!

Auf dem Weg dorthin entstanden sind schon folgende Impulse:

Wir haben zudem noch diesen wirklich spannenden und inspirierenden Beitrag entdeckt zu MOOCis (MOOCs in Schulen). (Wobei hier Ideen aufegegriffen werden, die Andre Spang et.al im Rahmen des Educamp in Hamburg 2013 zu einer Umsetzung von MOOCs an Schulen aufgegriffen werden).

Aktuelle MOOCs und teils auch schon abgeschlossene lassen sich hier finden:

http://www.mooc-list.com/ (bzw. mit Filter „deutschsprachig“: http://www.mooc-list.com/language/german)

Weiters ein guter Ausgangspunkt: https://www.class-central.com/ sowie ergänzend diese Listen: http://www.bdpa-detroit.org/portal/index.php/comittees/high-school-computer-competition-hscc/29-education/57-moocs-top-10-sites-for-free-education-with-elite-universities.html sowie http://moocnewsandreviews.com/mooc-resources/

bzw. diese (selbst ernnannte und durchaus hilfreiche) MOOC-Suchmaschine http://www.mooctivity.com/catalog/courses/

Aktuelle Infos zu deutschsprachigen MOOCs bietet http://moocia.de/category/moocs/