Rückblick „Du bist mutig! Du bist Improvisation!“

„Du bist mutig! Du bist Improvisation!“ – zu diesem Titel konnte ich bei der „Fachtagung Elternbildung“ (veranstaltet von Familienreferat des Landes Oberösterreich und SPES Familien-Akademie) am 20. 10. 15 einen Workshop gestalten. Hier die Dokumentation, wobei die Einsatzmöglichkeiten auch für andere Felder denkbar sind. Ergänzende Ideen sind als Kommentar herzlich willkommen!

Hinweis auf Anregungen aus der Angewandten Improvisation: http://www.improweise.at/wiki/doku.php?id=impro_-_regeln

Einstieg mit bewussten Gehen mit einem Fokus auf das Thema „eigener Status“ http://www.improweise.at/wiki/doku.php?id=bewusstes_gehen_status_macht (eingesetzt habe ich Tempowechsel, Schrittlänge verändern, Spurweite verändern, Fußspitzen nach innen außen, Hände im Rücken verschränkt / locker an der Seite). (siehe auch dieses Foto vom Workshop)

Einsatzmöglichkeiten Einzelbetreuung / in der Familie:

  • Einander sichtbar machen: Wie ist meine letzte Woche, der letzte Tag gelaufen?
  • Wie verändert ein bestimmtes Thema mein Gehen?
  • Wie verändert sich mein Gehen, wenn z. B. die Ressource „Mut“ dazu kommt?
  • Wie verändert sich mein Gehen, wenn ich an eine Verschlechterung der eigenen Situation denke oder wenn ich an einen Wunsch denke, den ich damit verbinde?

In der Gruppenarbeit zusätzlich:

  • Gruppen aktivieren und Stärkung der gegenseitigen Achtsamkeit
  • Brainstorming durch Gehen
  • Mit Klischees spielen (gehen wie Mann / Frau; alt / jung; Herkunft in Zusammenhang mit einem Thema wie „Ich bringe mein Kind in den Kindergarten“ – Ähnlichkeiten entdecken)
  • Oder wie hier: Scheinbar schwer fassbare Themen wie „Mut“ konkretisieren, auf den eigenen Alltag umsetzbar machen

 

Dann als Variante von http://www.improweise.at/wiki/doku.php?id=bewusstes_gehen_spiegeln:

  • Definieren wer A und wer B ist
  • Zu zweit nebeneinander gehen
    • A beginnt: bewusst wahrnehmen wie bewegt sich der/die andere?
    • A spiegelt B
    • A verstärkt einen Aspekt, den er / sie mit Mut verbindet
    • B übernimmt diesen Aspekt
    • Austausch zwischen A und B welcher Aspekt von Mut das war, wie sich das Ausprobieren für beide angefühlt hat – Wechsel
  • Zu zweit
    • A geht in eine Körperhaltung hinein, Erinnerung an eine Situation, in der ich mich mutlos gefühlt habe
    • B spiegelt diese, A sieht sich dieses Abbild an (rundherum gehen) und geht dann wieder in die ursprüngliche Körperhaltung und B „lässt diese los“ (entspannen)
    • A geht in dieser Körperhaltung durch Raum, B beobachtet
    • B spiegelt A
    • B verändert im Gehen einen Aspekt des Gehens mit der Idee „ein Stück mehr Mut“
    • A übernimmt diesen Aspekt, gemeinsam ausprobieren
    • Austausch zwischen A und B: Was war das für ein Impuls, wie hat sich der angefühlt, welche Idee ist dabei entstanden – Wechsels

Einsatzmöglichkeiten Einzelbetreuung / in der Familie:

  • Bewusste Wahrnehmung von Themen, die sich ständig wiederholen, oder für die jemand keine Worte mehr findet
  • Empathisches Nachempfinden und spielerisches gemeinsames Entwickeln von kleinen, umsetzbaren Schritten für den Alltag (also etwa: für welche konkrete Handlung steht eine scheinbar kleine Körperveränderung – was kann innerhalb der nächsten 72 Stunden ausgetestet werden)

In der Gruppe zusätzlich

  • Aktivierung
  • Gemeinsames Entwickeln von Lösungsansätzen für Schwierigkeiten in der Gruppe
  • gemeinsames Arbeiten an Themen, die als „häufig“, „typisch“ erlebt werden
  • Ausgangspunkte für Gruppengespräche

 

Assoziations-Game „Ich bin, Ich bin. Ich nehme“ http://www.improweise.at/wiki/doku.php?id=ich_bin_ich_bin_ich_nehme

Varianten:

  • Alle Assoziationen haben etwas mit „Mut“ zu tun
  • Alle Assoziationen haben etwas mit der Arbeit mit Eltern UND mit Mut zu tun
  • Austausch zu den entstandenen Assoziationen

Weitere Einsatzmöglichkeiten

  • Aktivierung und Stärkung der gegenseitigen Achtsamkeit
  • Brainstorming für kommende Themen
  • Brainstorming auf dem Weg zum Entwickeln von Lösungen
  • Lustvolles Lernen von Fachbegriffen

 

Assoziations-Ping-Pong (siehe erste Zeile hier http://www.improweise.at/wiki/doku.php?id=assoziations-games_mit_sprache_schrift)

  • Zu zweit spielen
  • Nachdenken & Austausch: wo hat sich „trotz“ freien Assoziieren ein roter Faden, eine Geschichte ergeben

 

  • In Kleingruppen spielen Wort für Wort-Game http://www.improweise.at/wiki/doku.php?id=assoziations-game-wortfuerwort
  • Nachdenken & Austausch: Ist der rote Faden aus der Geschichte wieder aufgetaucht? Wo und wie haben Personen der Handlung mutig gehandelt? Wo finde ich dazu eine Verbindung zu dem, was ich im bewussten Gehen / Spiegeln erlebt oder gezeigt habe?

 

  • In Kleingruppen spielen Wort für Wort-Game – Vorgabe „Mut“
  • Nachdenken & Austausch: Wo und wie haben Personen der Handlung mutig gehandelt? Wo finde ich dazu eine Verbindung zu dem, was ich im bewussten Gehen / Spiegeln erlebt oder gezeigt habe?

 

 

Einsatzmöglichkeiten Einzelbetreuung / in der Familie:

  • „Nenne mir einen Begriff, der Dich in der letzten Woche beschäftigt hat und ich assoziiere dazu, und Du zu diesem Begriff usw.“ – welche Geschichte, welche Ideen entstehen?
  • In einer Wort für Wort Geschichte eine Idee als Familie entwickeln, etwa für eine anstehende gemeinsame Unternehmung
  • Mit „3-Satz-Lösung“ Ideen und Handlungsoptionen austauschen sowie gemeinsam entwickeln

In der Gruppenarbeit zusätzlich:

  • Förderung der gegenseitigen Achtsamkeit
  • Brainstorming
  • Werkzeug am Weg zur Lösung von Konflikten

 

Interview mit der Ressource „Mut“ http://www.improweise.at/wiki/doku.php?id=interview_mit

 

In der Großgruppe umgesetzte Übung „Deine Hand kann“

Einander die Hand sehr bewusst ansehen. Dann einander sagen: „Ich bin mir sicher, Deine Hand kann…“ – dann folgt eine positive, wertschätzende Zuschreibung, die ich als Ermutigung für eigenes Handeln nehmen darf.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.