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 ====== Historische Wurzeln ====== ====== Historische Wurzeln ======
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 +(dieser Text ist ein Ausschnitt aus einem Beitrag für die [[http://​www.gmw2016.at|gmw2016]])
  
 Kreieren, Erzählen und Nacherzählen von Geschichten erfolgte bereits an den ersten Lagerfeuern sowie bei verschiedenen Formen ritueller Tänze und Zeremonien die zum einen mündlich übermittelte Versatzstücke enthielten, zum anderen spontan entstandene Elemente (vgl. Frost & Yarrow, 2015). Schon hier war das von- und miteinander Lernen durch Darstellung,​ Verfremdung und Improvisation eine wesentliche Motivation. Im zweiten Jahrhundert vor Christus entstand in Griechenland das Mimus, ein Vorläufer der Komödie, die auch als Straßentheater oder in einfachen Bretterverschlägen gespielt wurde. Es gab keine Textbücher,​ die Stücke lebten von der Spontanität der Spielenden, die sich gleichzeitig in der Rolle sahen, Menschen Bildungsinhalte zu vermitteln bzw. zu partizipatven Verhalten zu motivieren. Damit war auch der Vorläufer der Commedia dell‘ arte geboren – Gruppen von SchauspielerInnen zogen von Ort zu Ort und bezogen in ihre Inszenierungen tagesaktuelle und politische Themen ein bzw. improvisierten ebenso aufgrund von Reaktionen des Publikums (vgl. Schmitt, 2010; Scott, 2014). In den 1950er Jahren entstanden dann diese Traditionen wieder aufgreifend erste Improvisationstheatergruppen. Ein zentrales Gestaltungselement ist, dass auf Eingaben und Reaktionen des Publikums immer wieder eingegangen wird, ja diese als Inspiration genutzt werden (vgl. Scott, 2014). Kreieren, Erzählen und Nacherzählen von Geschichten erfolgte bereits an den ersten Lagerfeuern sowie bei verschiedenen Formen ritueller Tänze und Zeremonien die zum einen mündlich übermittelte Versatzstücke enthielten, zum anderen spontan entstandene Elemente (vgl. Frost & Yarrow, 2015). Schon hier war das von- und miteinander Lernen durch Darstellung,​ Verfremdung und Improvisation eine wesentliche Motivation. Im zweiten Jahrhundert vor Christus entstand in Griechenland das Mimus, ein Vorläufer der Komödie, die auch als Straßentheater oder in einfachen Bretterverschlägen gespielt wurde. Es gab keine Textbücher,​ die Stücke lebten von der Spontanität der Spielenden, die sich gleichzeitig in der Rolle sahen, Menschen Bildungsinhalte zu vermitteln bzw. zu partizipatven Verhalten zu motivieren. Damit war auch der Vorläufer der Commedia dell‘ arte geboren – Gruppen von SchauspielerInnen zogen von Ort zu Ort und bezogen in ihre Inszenierungen tagesaktuelle und politische Themen ein bzw. improvisierten ebenso aufgrund von Reaktionen des Publikums (vgl. Schmitt, 2010; Scott, 2014). In den 1950er Jahren entstanden dann diese Traditionen wieder aufgreifend erste Improvisationstheatergruppen. Ein zentrales Gestaltungselement ist, dass auf Eingaben und Reaktionen des Publikums immer wieder eingegangen wird, ja diese als Inspiration genutzt werden (vgl. Scott, 2014).
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