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was_er_sie_wirklich_dacht

Was er / sie wirklich dachte

1 – 6 Spielende gleichzeitig auf der Bühne

Eine offene Szene: Neben den Spielenden stehen weitere Personen (z. B. im Off oder auch bewusst unmittelbar daneben) und verbalisieren immer wieder die Gedanken der Spielenden. Diese hören währenddessen zu Sprechen auf (Alltagsbewegungen) oder frieren ein. Die Sätze können zusätzlich mit entsprechenden Körperhaltungen / -bewegungen unterstrichen werden. Die verbalisierten Gedanken / die Körperhaltungen können völlig diametral zu dem sein, was der/die Spielende tatsächlich sagt oder tut. Und sie können für den/die Spielenden Impulse für die weitere Entwicklung einer Rolle / einer Szene liefern. Gut kombinierbar mit Verfremdung!

Als Game ergänzend (auch umsetzbar als „alle spielen gleichzeitig):

  • Triade: A: Monolog; B: „wirkliche Gedanke“, C: BeobachterIn - Wechsel
  • Triade: A & B Dialog; C: „wirkliche Gedanken“ - Wechsel
  • Als Variante einer Satz-für-Satz Assoziation: Jeder zweite Satz ist ein „wahrer Gedanke“ (oder aufeinander aufbauender Gedankenfluss) zwischendurch; nächster Satz führt Geschichte weiter und greift wahre Gedanken in unterschiedlicher Intensität auf

Varianten:

  • Statt ausgesprochenen Gedanken werden dazwischen „Töne“ eingebracht (z. B. seufzen, kichern, „mhmmm“, „grrrrr“…)
  • Was zwischen den Zeilen eines Briefes / eines Mails / einer Beschreibung / eines Protokolls steht
  • Was jemand wirklich mit seiner Ansprache, Präsentation, Rede, Unterrichtsimpuls meinte (→ daraus kann auch eine Variation von „Fremdsprachiges Gedicht mit Übersetzung“ entstehen oder von http://improwiki.com/en/wiki/improv/gibberish_circle)
  • Was hinter einer Werbebotschaft, der optimistischen Beschreibung eines Ablaufs… wirklich steckt
  • Wechsel zwischen Spielenden und den VerbalisiererInnen der „Wahren Gedanken“: entweder als Möglichkeit der Reinszenierung oder als fließender Wechsel

Diese Methode „solo“ Einen / mehrere Sätze aufschreiben (großer Zeilenabstand) und in Briefkuvert; eine Woche später öffnen und zu möglichst vielen Worten, Satzfragmenten und Sätzen spontan „wahre Worte“ notieren (eigene Hintergedanken, (wieder)entdeckte Denkmuster…)

Debriefing

  • Wie haben sich die verbalisierten Gedanken auf die Szene, die Figuren (und ihren Status - http://improwiki.com/de/wiki/improtheater/status), die Geschichte ausgewirkt bzw. welche neuen Ideen sind entstanden
  • Welche Auswirkungen haben sich auf die gegenseitige Achtsamkeit / den Fokus / die Kooperation ergeben
  • Welche nonverbalen Hinweise waren auch sichtbar?

Hinweise zum Debriefing

  • Wie oft wünschen wir uns herauszufinden, was jemand mit seinen/ihren Aussagen wirklich meint?
  • Was sagen wir selber und meinen damit eigentlich in verschiedenen Situationen?

Als Forschungsmethode

  • Hörbar- / Sichtbarmachen der „wirklich wirklichen“ Beweggründe / Ziele eines/einer Forschenden
  • Was steckt noch hinter einer Forschungsfrage / einer Forschungsmethode und ihrem Ziel?
  • Was steckt noch hinter den Antworten aus einem Fragebogen / einer Aussage in einem Interview?
was_er_sie_wirklich_dacht.txt · Zuletzt geändert: 2015/04/17 22:41 von dokuwikiadmin