„Improvisieren müssen….“

auch als Nachtrag zum letzten Blogeintrag:
Wer bei Google improvisieren eingibt, findet sehr schnell etliche Berichte in denen die Rede davon ist, dass jemand improvisieren MUSS, weil eben was nicht da ist, etwas nicht funktioniert, andere Menschen da sind als geplant usw.
Das „muss“ klingt so, als wäre das Unerwartete eine Bedrohung die immer und überall lauert (an diese Stelle bitte die Star Wars Melodie von Darth Vader vorstellen oder anhören http://www.youtube.com/watch?v=-bzWSJG93P8).
Und wenn es dann hereinbricht, das Unerwartete (Darth Vader Thema hier weiterhören), dann MUSS improvisiert werden.
Quasi als letzte Option, wenn nichts mehr anderes hilft, wenn man/frau am Ende des Lateins ist, nicht mehr weiter weiß, alle anderen Ideen versagt haben und überhaupt alles schief gegangen ist und nix da ist, was eigentlich gebraucht wäre.
Wie wäre es mit Improvisation als Chance? Und: Mit dem Satz, „Wir können improvisieren…?“
Denn in Wirklichkeit improvisieren wir ständig, auch wenn wir es vielleicht nicht zugeben wollen, weil eben – siehe vorheriger blog – es geradezu anrüchig ist, einfach „nur“ zu improviseren oder weil es eben nur dann angesagt scheint, wenn es keinen anderen Weg gibt und die dunkle Seite der Macht einmal mehr das Leben fest im Griff hat (ja, jetzt wieder hören….).
Also mehr Mut, sich dazu zu beknnen: Ich improvisiere. Gerne. Immer wieder. Auf der Basis von allem, was ich bin, weiß, sein kann und der Rückendeckung von Menschen aus meinem Netzwerk…

0 Kommentare
  1. gottfriedroithinger
    gottfriedroithinger says:

    ja, genau so ist es: es lebe die improvisation! das schmuddl-image des begriffs kommt ja daher, dass oft handwerkliche notlösungen, vornehmlich mit schnur oder klebestreifen, als improvisation entschuldigt werden. das mag ja oft als beachtlicher pfusch erscheinen, aber eines gilt auch hier: es ist einem betroffenen in der not gelungen, mit dem im augenblick verfügbaren eine funktionierende lösung zu finden! wenn aber dann die autowerkstatt erreicht ist, sollte der müllsack wieder einer windschutzscheibe platz machen dürfen; alles andere ist dann wirklich ein pfusch und hat mit improvisation nichts mehr zu tun.

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