jetzt…

Zuerst ein Bekenntnis. Bis vor einem knappen halben Jahr hatte ich keine Ahnung wer oder was Sido sein könnte (ja, es gibt solche Menschen…).

Und meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, als mir meine Tochter einiges vorspielte, bis ich beim Lied „Der Himmel soll warten“ hängen blieb (http://www.youtube.com/watch?v=bGl7Y8K_5tM)…

So. Jetzt könnten einige tiefphilosophische Abhandlungen über das „Hier und Jetzt“ folgen. Oder diese Geschichte die eh keine/r mehr hören kann über diesen nervigen Typen der sagt, dass man/frau eigentlich geht obwohl ich noch sitze usw. laberlaberlaber.

Ich atme durch. Nein, es kommt auch nix über bewusste Atemübungen.

Also ich schreibe im Moment weiter. Ha – erwischt – ein philosophischer Satz. Ätsch.

Was mich bewegt, im Hier und Jetzt das zu schreiben ist ein Augenblick, den ich kürzlich erleben durfte. Eine Frau, die sich an den Rand des Lebens begeben hatte, eigentlich drüber wollte, wieder da ist, ander als vorher. Die mich ansieht, wieder erkennt, meine Hand hält ohne ein Wort zu sagen.

Auf dem nach Hause weg taucht wieder Sidos Lied auf. Die hier schon mehrfach zitierte Patricia Madson sagt dazu: „Handle im Hier und Jetzt…“, also weg von dem ständigen um sich selbst kreisen, ob denn wirklich jetzt etwas angesagt ist, es könnte ja falsch sein oder falsch ankommen oder…

Also was sind, um Madsons Gedanken weiter zu verfolgen, Orte, an denen ich -so wie ich bin und sein kann – gerade jetzt gebraucht, erwartet werde? Wo ich mich von meinen Zweifeln abwende und handle. jetzt.

0 Kommentare
  1. Arno Brändle
    Arno Brändle says:

    🙂 irgendwie komisch dieser Sido, der Aggro-Rapper (?) aus Berlin. Auch ich kannte ihn nicht zu einer Zeit, als man ihn wohl schon hätte kennen müssen. Auch bei mir war es ein Lied, das auf wundersame Weise widerholt auftauchte. Ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt und den Elternabend für unsere neuen, meist 12jährigen Schüler/innen kommentarlos damit begonnen: http://www.youtube.com/watch?v=qylXZbn0Fsk
    Singen kann er eigentlich nicht, die Stimme – na ja, den Aggro-Rapper kaufe ich ihm trotz aller Tattoos nicht ab, doch seine Lyrics sorgten bei den Eltern für Aufmerksamkeit für meine Worte.

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