Lernen mit dem ganzen Körper

Am 18. 10. durfte ich in einem gleichnamigen Workshop Methoden der Angewandten Improvisation bei der Fachtagung Elternbildung in Schlierbach einbringen. Thema der Tagung war „Kinder erreichen, fördern, stärken – Beziehung als Fundament“. (Teilnehmende bitte ich hier noch Eindrücke zu dokumentieren. Danke!!!)

Wie wirkt sich ein Ortswechsel und/oder ein Wechsel in der Körperhaltung, eine andere Perspektive in einem scheinbar bekannten Raum aus. Was lässt sich in diesem entdecken, wenn Teilnehmende einander durch den Raum führen und sich neue Details zeigen (zum Einsatz kam die Übung „Kamera“ siehe diese Beschreibung). In der Reflexion berichteten Teilnehmenden von neue Einsichten und viele Details, die über den Raum gewonnen wurden. „Spannend war, von jemand zu bestimmten Plätzen geführt zu werden, so ihre Sichtweisen kennen zu lernen.“

Wie fühlt sich ein Dreieck, ein Kreis an? Wie eine Zahl? Wie ein Obst oder anderes Lebensmittel? Teilnehmende zeigten einander pantomimische Objekte und gaben diese weiter (siehe dazu diese Beschreibung). Darauf aufbauend arbeiteten wir mit Wortassoziationen: Zunächst als Übung und dann: Welche Lösungen entstehen für ein typisches Problem aus der Arbeit mit Familien / Gruppen, wenn gemeinsam mit der Wort-für-Wort Methode gearbeitet wird? Spannend in der Reflexion: Betont wurde die Leichtigkeit, des gemeinsamen Finden von Lösungen. „Wobei es gleichzeitig um ein Hören und ein Einlassen auf die Worte der anderen geht.“

Beim Lernen ist ein wichtiges Thema wie verschiedene Aspekte z. B. eines Satzes, einer Geschichte, einer einfachen Rechnung… miteinander interagieren. Das wurde mit der Methode Maschine schön sichtbar und gleichzeitig spürbar. Dabei habe ich mit folgender Variante gearbeitet: Die erste Person, die einen Teil der Maschine darstellte benannte das Thema, alle anderen stiegen dann mit verschiedenen Aspekten davon ein. In der zweiten Runde war dann die Einladung: Das Thema und die erste Person / der erste Impuls bleibt gleich, die anderen bringen ein, wie das Thema „leichter“, „erfüllender“ wird, bis sich am Schluss auch die erste Person bei dieser neuen Weise wie die Maschine läuft anschloss.

Im nächsten Schritt entstand eine wunderbare Reihe von Museen: In Kleingruppen wurde jeweils eine Teilnehmende zu einer Museumsführende. Dabei gab es Museen für Gefühle, für Zeit, für antike Gegenstände… Die Führende benannte dort zu findende Objekte, die von verschiedenen Teilen der Gruppe verkörpert wurden.  Aus der Reflexion: Eine bunte Vielfalt von Themen wurde so sichtbar und in umfassenden Sinn an – / begreifbar.

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