Angewandte Improvisation in Online-Settings

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Methoden und Haltungen der Angewandten Improvisation sind bewährte Werkzeuge in Bildungssettings. Dies gilt ebenso, wenn dabei digitale Werkzeuge zum Einsatz kommen. Improvisationsmethoden können zudem Personen und Teams unterstützen, die gemeinsam (auch) mit verschiedenen Online-Tools z. B. an Ideen, Projekten, Produkten & Dienstleistungen arbeiten oder diese für Beratung und Begleitung verschiedener Zielgruppen einsetzen.

Nutzung digitaler Instrumente hängt eng mit einem Mindset zusammen, das viele Parallelen zu jenem der Angewandten Improvisation hat. Gefragt sind u. a.:

  • Die Bereitschaft zusammenzuarbeiten und dabei einander zu unterstützen
  • „dare to share“: Ideen und Inhalte teilen
  • Wertschätzende Wahrnehmung sowie Nutzung von „Geschenken im Raum“: Eigene Fähigkeiten / Ressourcen von anderen Personen, Impulse auf verbaler und nonverbaler Ebene
  • „Ja, genau! Und…“: Kollaboratives Denken und Handeln sowie Offenheit für unkonventionelle Vorgangsweisen

So lassen sich viele Wort-Assoziationsspiele in Online-Settings einsetzen, z. B. Wort-für-Wort oder Satz-für-Satz-Methoden mit Instrumenten wie einem Etherpad. Mit Online-Whiteboards ist es zudem möglich, z. B. assoziatives Zeichnen umzusetzen. Elektronische Pinnwände wie Padlet ermöglichen u. a. das Austesten sowie Ergänzen unterschiedlichster Kombinationen von vorhandenen Begriffen und Satzteilen bzw. Elementen von Abläufen. Mit transmedialen Storytelling – der Kombination verschiedenster digitaler Bausteine und Elemente / Handeln in physischen Räumen – können ebenso gemeinsam Geschichten nachvollzogen und in verschiedenen Varianten weiter- und neu entwickelt sowie ausgetestet werden.

Mit dem Einsatz von Fotos können sowohl Bild-Assoziationsmethoden umgesetzt werden sowie Visualisierungen von Körperbildern als Repräsentation von Ideen, Emotionen, Haltungen… einander zur Verfügung gestellt sowie kommentiert werden. Auch Audio- und Video-„Schnipsel“ können asynchron als Visualisierungstools und zum Storytelling zum Einsatz kommen.

Große Potentiale bieten Live-Online Settings mit dem Einsatz von Videos und Audio bei dem sich mehrere Personen synchron in einem digitalen „Raum“ treffen: Hier kann eine große Bandbreite körperbetonter Assoziationsspiele verwendet werden, weiters viele Optionen von Statuen, also verschiedensten Körperbildern und ihren Transformationen. Mit Händen und in einem bestimmten Ausmaß durch Bewegung an einem Platz, der noch von der eigenen Kamera erfasst wird sind zudem Methoden des bewussten Gehens möglich. Damit eröffnet sich ebenso die ganze Bandbreite an szenischen Formaten.

Gemeinsam mit Petro Janse van Vuuren arbeite ich mit Aktionsforschung kontinuierlich zu diesen Optionen – Ergebnisse, auch zu wichtigen Rahmenbedingungen zum Einsatz von Improvisationsmethoden online, finden sich hier.

 

 


Applied Improv in Online Settings

Methods and attitudes of Applied Improvisation are well-tried in education settings. This also applies if digital tools are used. Improvisation methods can support individuals and teams working together a lot with various online tools who use them on creating ideas, projects, products and services or use them for training and support of various target groups.

Using digital instruments is closely related to a mindset that has many parallels with that of Applied Improvisation. Required is

• the willingness to work together and support each other
• „dare to share“: sharing ideas and content
• appreciative perception and use of „gifts in space“: own abilities / resources of other persons, impulses on verbal and non-verbal level
• „Yes, And!“: Collaborative thinking and acting as well as an openness to unconventional procedures

Many word association games can be used in online settings, e. g. Word-by-word or sentence-by-sentence methods with instruments such as an Etherpad. With online whiteboards it is also possible, to do associative drawing. Electronic pin boards like Padlet allow e. g. the testing and completion of different combinations of existing terms and phrases or elements of processes. Transmedial storytelling – the combination of various digital building stones and acting in physical spaces – can also be used to (re)construct stories and to develop and test them in different versions.

With the use of photos image association methods can be implemented and also pictures of body images as a representation of ideas, emotions, attitudes … can be made available to each other and commented. Even audio and video „snippets“ can be used asynchronously as visualization tools and for storytelling.
Great potentials offer live online settings with the use of videos and audio in which several people meet synchronously in a digital space: Here a wide range of body-related association games can be used, as well as many options of body images and their transformations. With hands and to a certain extent by movement in a place, which is captured by the own camera, methods of conscious walking are also possible. This opens also the whole range of scenic formats.

Together with Petro Janse van Vuuren, I am constantly working with action research on these options – results, including important framework conditions for the use of improvisational methods online, can be found here.

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